Veranstaltungen

Für folgende Veranstaltungsarten kann ich aktuell (2022) nur noch einzelne Termine vergeben:

 

  • A) Outdoor-Seminar "Klimakrise - Deine Chance", Beschreibung weiter unten
  • B) Wald-Aktionstag für angemeldete Kleingruppen, Beschreibung weiter unten
  • C) Info-Spaziergang zu Waldumbau, Beschreibung weiter unten
  • D) Insel der Vielfalt ohne Begleitung erleben, Beschreibung weiter unten
  • Aktuelles auf Instagram unter #zeo_zwei

 

Ort: Start und Ende am Bahnhof Beelitz-Heilstätten, passend zum Zug-Fahrplan

Dauer: 4 Stunden (mit Fahrradanteil nur 3 Stunden, Leihräder nach Vereinbarung), mit Picknick entsprechend länger.

 

Infektionsschutz: wir sind ausnahmslos im Freien unterwegs und halten Abstand. Sie bringen eigenen Imbiss und eine Trinkflasche oder Tasse mit.

Wichtig: Tragen Sie bitte Waldweg-taugliche Schuhe, lange Hosen gegen Zecken, wettergerechte Kleidung, Sonnenschutz und für Aktionstage auch bedeckte Schultern gegen Kratzer.

 

Kosten: freiwilliger Beitrag gegen Quittung oder Rechnung. Für Mitglieder des VCD Verkehrsclub Deutschland ist die Teilnahme kostenlos.

 

Termine:

Aktuell werden Termine nur für Kleingruppen vergeben (Familien und Teams von 3 bis 10 Personen). Anmeldung telefonisch unter 033204 41779 (Anrufbeantworter) oder 0151 2886 5756 (15 bis 19 Uhr).

 

 

zu A) Outdoor-Seminar „Klimakrise – Deine Chance“

Wer mitmacht, geht mit persönlichen Tipps, Kontakten und Handlungsempfehlungen für den klimafreundlichen Alltag nach Hause. Auch als Projekttag für Schulklassen.

Auf einer Route mit informativen Stationen erfahren Sie, was Sie selbst im Alltag beitragen können, um die Erderwärmung abzumildern - und wie Sie dabei noch selbst profitieren: Herz-Kreislauf-Gesundheit, regionale Ernährung, Kostenersparnis in Wohnung oder Haus, Erholungsräume in der Nähe entdecken und Anbieter für erprobte Lösungen finden. Unterwegs ist viel Raum für Dialog und gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Auf der Fahrradstraße R1 dürfen Sie ein Pedelec testen, das ist ein elektrisch unterstütztes Fahrrad, bei dem man ganz normal in die Pedale tritt - nur weniger anstrengend. Den Abschluss bildet ein Waldstück, das zur "Insel der Vielfalt" umgebaut wurde. Den Ort finden Sie übrigens auch mit google maps.

Weiterführende Informationen gibt's zusammengefasst zum Mitnehmen. Die Tipps umsetzen müssen Sie selbst. Dann haben Sie eine Antwort, wenn Ihre Enkel in ein paar Jahren fragen: "Was habt Ihr denn gegen die Erderwärmung getan?".

Auf Wunsch gibt es ein Teilnahme-Zertifikat nach erfolgreich absolviertem Abschluss-Quizz.

 

zu B) Wald-Aktionstag:

Wir verbringen einen erholsamen Tag mit aktiver Arbeit* für einen klimastabilen Wald. Nebenbei sehen Sie verschiedene Stadien des Waldumbaus in der Praxis und erleben, dass Waldpflege nicht nur Pflanzen bedeutet, sondern auch Absägen von zu dicht gewachsenen Bäumchen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Werkzeug und eine Einweisung gibt es vor Ort, wir arbeiten nicht mit Motorgeräten; Sie bringen eigene Arbeits- oder Gartenhandschuhe mit oder bekommen welche vor Ort, auch Kindergrößen. Aktionstage sind für Familien geeignet, als besondere Geburtstagsveranstaltung oder auch für erwachsene Teams. Für Kinder gibt es einfache Aufgaben oder sie bauen sich ein Tipi aus den abgesägten Bäumchen. Schießen Sie gerne ein Handy-Foto mit Baum und Werkzeug, als Andenken an Ihre heldenhafte Hilfe.

*Bitte melden Sie sich zum Aktionstag nur an, wenn Sie wenigstens durchschnittlich sportlich sind. Wer schon nach zehn Minuten Sägen oder Bücken keine Puste mehr hat, sollte eine der anderen Veranstaltungen wählen. So haben alle Teilnehmenden etwas vom Tag.

 

zu C) Info-Spaziergang zu Waldumbau:

Auf einem Waldspaziergang erfahren Teilnehmende ganz praktisch etwas zu Klimaschutz und Waldumbau. Wir starten und enden üblicherweise am Bahnhof Beelitz-Heilstätten und sind rund 9 Kilometer zu Fuß unterwegs, nach Vereinbarung auch gerne mit Leihrädern. Eine Rollstuhl-Route ist mit Begleitperson möglich.

Wir spazieren durch einen gepflegten Kiefernforst, in dem Laubbäume mit einfachen Methoden eingebracht wurden. Danach durchstreifen wir Privatwald, in dem Kiefern-Monokultur vorherrscht, bis uns schließlich die „Insel der Vielfalt“ entgegenleuchtet. Dies ist ein Waldstück, das vor über 10 Jahren sehr aufwändig umgebaut, also mit verschiedenen Laubbaum-Arten durchmischt wurde. In den umliegenden Flächen sehen wir dann verschiedene jüngere Stadien und einfache Methoden des Waldumbaus.

 

 

zu D) Das Waldstück "Insel der Vielfalt" können Sie auch einfach über google maps suchen und selbst hin wandern. Die Anfahrt per Auto ist NICHT möglich. Ab Bahnhof Beelitz-Heilstätten und Europa-Radweg R1 sind es etwa 4 km durch den Wald.

Dieses Waldstück wurde im Jahr 2010 umgebaut, also Kiefern gefällt, um Platz und Licht zu schaffen für artenreichen Mischwald mit anderen Forstbaumarten, vor allem Laubbäumen. Ein durchmischter Wald mit humusreichem Boden hat größere Chancen, trotz Klimawandel zu überleben.

Sie sind herzlich eingeladen, das aus der Nähe zu erleben. Bitte verlassen Sie nie den Trampelpfad*, der mit einem Band markiert ist. In anderen Bereichen könnten Schlangen und andere Wildtiere ihr Revier verteidigen.

*Dies ist KEIN Weg, ich übernehme keinerlei Haftung für waldtypische Gefahren wie herabfallende Äste, umstürzende Bäume, Spinnen auf Nasenhöhe, in die Augen piekende Äste, Stolperwurzeln, zerrissene Kleidung, Harzflecken (die bekommt man mit Spiritus weg), Zecken oder ähnliches. Packen Sie Schlüssel und-so-weiter in verschlossene Taschen und passen Sie selbst auf sich auf. Ich habe lediglich einen engen Trampelpfad durch meinen kleinen Dschungel geschnitten, den Sie auf eigene Gefahr betreten. Rauchen, Müll, Kot und Urin hinterlassen verboten (andere Waldbereiche brauchen die Nährstoffe dringender). Zeitweise läuft Kameraüberwachung.

Wer unterwegs eine Nummer entdeckt, findet hier die Beschreibung dazu:

1)      Start und Endpunkt. Wer seltene Baumarten einsetzt, muss sie mindestens fünf Jahre lang mit einem Zaun vor Wild schützen. Auch Raupen und Käfer sollten in den ersten Jahren abgesammelt werden. Sie stürzen sich auf alles, was hier selten ist, so dass junge Bäume nur mit Schutz überleben.

 

2)      Hier ist die Parfumerie: Rehböcke suchen sich interessante Gerüche, um ihr Geweih daran zu reiben. Jungen Bäumen kann das lebensgefährlich schaden. Fegeschutz-Spiralen beugen vor.

 

3)      Lerchen sind die einzigen Nadelbäume, die im Winter ihr Laub (die Nadeln) abwerfen. Außerdem sind Lerchen ein beliebtes Bauholz, das ohne Schutzanstrich im Außenbereich haltbar ist.

 

4)      Verweilen Sie gerne an diesem wunderbaren Ort (auf eigene Gefahr), beobachten Sie Insekten, lauschen Sie den Vögeln. Rauchverbot im ganzen Wald. In der Umgebung leben seltene Tiere, beispielsweise der Schwarzspecht.

 

5)      Hier wurde aus Ästen und Wipfeln der gefällten Kiefern ein Wall aufgeschichtet, als Lebensraum für Kleintiere, Morschholz-Insekten und Pilze. Was anfangs über 5 Meter hoch war, ist jetzt ein wertvoller Humus-Streifen. Humus ist ein wichtiger CO2-Speicher, siehe https://.4p1000.org

 

6)      Farbenpracht im Herbst: Roteichen bilden besonders große gezackte Blätter. Diese neu eingebürgerte Baumart bietet nicht so vielen verschiedenen Tieren Lebensraum, wie manche heimischen Arten. Andererseits entwickelt sie sich auch bei Trockenheit kräftig und schützt besonders gut vor der Ausbreitung von Waldbränden.

 

7)      Diese Sandbirken sind viel dichter gewachsen, als erwartet. Gemeinsam mit dem Weltfriedensdienst fand hier eine Waldpflege-Aktion für Kleingruppen statt, in der etwa die Hälfte der zu dichten Bäumchen herausgesägt wurde. https://wfd.de/act4change

 

8)      Vereinzelt stehen hier Douglasien und Küstentannen. Dieses Bäumchen war stark geschädigt und rappelt sich gerade wieder hoch. Natur ist enorm regenerationsfähig.

 

9)      Dieses Bäumchen hat es nicht mehr geschafft und wird jetzt von Bakterien und Pilzen zersetzt zu Bausteinen für neue Lebewesen.

 

10)   Bei ausreichender Artenvielfalt (Biodiversität) darf ein umgestürzter Baum auch mal einfach im Ökosystem liegenbleiben (Morschholz). Da vorne sehen Sie schon Licht am Ende des Dschungels. Licht und Schatten haben großen Einfluss auf Artenvielfalt.

 

11)   Hier geht es rechts an der Rückegasse entlang zurück zum großen Weg.

 

12)   Die meisten Wildbienen nisten im Boden. Sie brauchen eine sonnige offene Bodenstelle frei von Bewuchs. Das Projekt https://innature.school hilft Schulen beim Anlegen von Lebensraum für Erdbienen. Unsere gleichnamigen Vorhaben „Insel der Vielfalt“ sind parallel entstanden und passen gut zueinander. Wir kooperieren, ganz einfach.

 

13)   Oben am Baum hängt ein Fledermauskasten, den ein anderes Tier von unten aufgebrochen hat. Die vielen Höhlenbäume in diesem Waldstück werden von Spechten und verschiedenen „Nachmietern“ genutzt.

 

14)   In dieser hellen Ecke wurden Heckenrosen, Himbeeren und Esskastanien gesteckt. Bitte nicht betreten, die Babys sind noch kaum sichtbar.

 

15)   Nach rechts am großen Weg entlang geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Auch entlang des großen Weges lassen sich viele Beispiele des hiesigen Artenreichtums entdecken: Ebereschen (Vogelbeeren, die orangen Früchte), Eichen und verschiedene Ahorn-Arten.

 

 

 

                             
                             

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Barbara Ral

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